
Von Ostern bis zu den "Lichtblicken" im November sind in einer kleinen Ausstellung in der Burgkirche Reproduktionen aus dem Spätwerk der magisch-realistischen Malerin Eva Grossberg (1924-2014) zu sehen. Der Name wird vielen in Ingelheim wahrscheinlich nichts sagen. Aber vielleicht hat jemand von Ihnen noch eine Bahlsen-Keksdose aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bei sich zu Hause. Für über 250 von ihnen, die bis heute begehrte Sammelobjekte sind, hat Eva Grossberg zwischen 1949 und 1989 die Entwürfe geliefert. Auch die Innengestaltung von zwei evangelischen Kirchen im Untertaunus trägt ihre künstlerische Handschrift. Zeitlebens hat Eva Grossberg aber auch gemalt, in ihrem Spätwerk „magisch-realistisch“, inspiriert von ihrem Vater Carl Grossberg, der mehr war als nur ein „Industriemaler“ oder Vertreter der „Neuen Sachlichkeit“. Am 2. Oktober des vergangenen Jahres wäre Eva Grossberg 100 Jahre alt geworden. Sie verstarb am 14. September 2014 in ihrem Geburtsort Sommerhausen bei Würzburg.